Künstliche Intelligenz in der Erdt-Gruppe
Innovativ. Verantwortungsvoll. Sicher.
Keine andere Innovation prägt zunehmend unseren Arbeitsalltag so wie Künstliche Intelligenz es tut. Sie eröffnet Unternehmen viele neue Möglichkeiten. Gleichzeitig zeigt sich: KI ist nur dann wirklich hilfreich, wenn sie richtig eingesetzt, sicher betrieben, verstanden und kritisch hinterfragt wird. Deshalb setzen wir in der Erdt-Gruppe nicht nur auf praktische Anwendungen in allen Bereichen, sondern auch auf Schulung, Austausch und einen transparenten, bewussten Umgang mit der Technologie.
Wir haben mal bei unserem
KI-Spezialisten nachgefragt

Joshua Hemel
Als KI-Spezialist, betreut, berät und unterstützt Joshua nicht nur die Erdt-Gruppe, sondern auch externe Kunden. Bei externen Kunden unterstützt Joshua strategisch und operativ in seiner Funktion als Forward Deployed AI-Specialist dabei KI-Systeme zu entwickeln und zu integrieren. Joshua ist überzeugt davon das KI-Integration beim Menschen beginnt und setzt sich dafür ein KI-Systeme in der Erdt-Gruppe von innen heraus, gemeinsam mit den Mitarbeitenden zu entwickeln.
Darüber hinaus vermittelt er Mitarbeitenden, vom Azubi bis zum Geschäftsführer, in Schulungen und Workshops den sicheren und praxisnahen Umgang mit KI.
In diesem Beitrag gibt Joshua anhand ausgewählter Interviewausschnitte Einblicke in den Einsatz künstlicher Intelligenz bei der Erdt-Unternehmensgruppe. Ergänzende Infotexte greifen seine Aussagen auf und ordnen Themen wie Entwicklung, Anwendung und den verantwortungsvollen Umgang mit KI ein.
Kurz vorab: Du bist gelernter Mediengestalter.
Wie kamst du zum Thema KI und zur Erdt-Gruppe?
Das stimmt. Meine Ausbildung zum Mediengestalter habe ich vor über 20 Jahren abgeschlossen. Gestaltung, Technik und die Frage, wie Systeme funktionieren, haben mich dabei schon immer begeistert.
Als KI zunehmend an Bedeutung gewann, habe ich die Entwicklung intensiv verfolgt – von frühen Fortschritten in der Sprachverarbeitung bis zu den ersten GPT-Modellen. Durch einen frühen Beta-Zugang zu OpenAI konnte ich viel praktisch testen und schnell ein Gefühl dafür entwickeln, was KI leisten kann und wo ihre Grenzen liegen.
In den folgenden Jahren habe ich eigene KI-Anwendungen entwickelt und mich damit beschäftigt, wie sich KI sinnvoll in Arbeitsprozesse integrieren lässt. Mein Hintergrund aus Design, Technologie und Organisation hilft mir dabei bis heute: KI ist für mich kein isoliertes Werkzeug, sondern Teil des Zusammenspiels von Menschen, Prozessen und Unternehmenszielen.
Auf einer Jobmesse entdeckte ich schließlich die Ausschreibung der Erdt-Gruppe. Für meine Bewerbung richtete ich einen Zugang zu meiner eigenen KI-Plattform ein, entwickelte einen auf Erdt zugeschnittenen Assistenten und hinterlegte relevante Unternehmensinformationen in Wissensdatenbanken. So konnte ich nicht nur über meine Erfahrungen sprechen, sondern direkt zeigen, was möglich ist.
Nach einem motivierenden Bewerbungsgespräch und einer kurzen Probearbeit an realen Projekten erhielt ich die Zusage.
Mein Rat für alle, die in die KI einsteigen möchten: Bleibt neugierig und entwickelt eigene Projekte, die ihr zeigen könnt. Praktische Erfahrung zählt oft mehr als Theorie. Schon 15 Minuten Lernen am Tag können langfristig einen großen Unterschied machen.
Ich freue mich auf den Austausch mit allen, die KI im Unternehmen sinnvoll einsetzen möchten – von der ersten Orientierung bis zur individuellen Lösung. KI-Beratung, die im Arbeitsalltag ankommt.


Wie ist die Idee entstanden, KI bei Erdt aufzubauen?
Die Idee stammt nicht von mir, sie ist das Ergebnis einer sehr gut abgestimmten Führungsebene und der Erkenntnis das Künstliche Intelligenz, die wohl wichtigste Technologie unserer Zeit ist! Je früher wir uns als ganzheitliche Firmengruppe ernsthaft damit beschäftigen, desto eher können wir von den daraus resultierenden Folgeeffekte profitieren.
Wie können Mitarbeitende KI sinnvoll und verantwortungsvoll im Alltag einsetzen?
KI in den Arbeitsalltag zu integrieren ist ein Prozess.
Erste Entwürfe zu erstellen, Brainstormings und Sparrings durchzuführen, Zusammenfassungen und Recherchen erstellen zu lassen, Wissensdatenbanken zu befragen, Bild- und Videomaterial zu generieren und zu editieren sowie die KI-gestützte Software-Entwicklung zählen wohl zu den aktuell beliebtesten Einsatzgebieten. Nicht nur bei uns, sondern auch bei unseren Kunden.
Interessant wird es in Fachabteilungen, wenn nicht nur generative LLMs genutzt werden, sondern auch Zeitserienmodelle, Vision-Systeme zur Qualitätskontrolle und Klassifizierungsmodelle zum Einsatz kommen.
Richtig spannend wird es, wenn neue Prozesse vollständig erprobt sind und dann autonom von agentischen KI-Systemen abgewickelt werden können.

KI verstehen, richtig nutzen
und kritisch hinterfragen
So groß die Chancen von KI auch sind, so wichtig ist ein bewusster Umgang damit. Gerade junge Menschen kommen früh mit KI in Berührung, nutzen sie oft selbstverständlich und hinterfragen dabei mögliche Risiken nicht immer ausreichend. Umso wichtiger ist es, Mitarbeitende frühzeitig mitzunehmen und für Chancen, Grenzen und mögliche Fehlerquellen zu sensibilisieren. Deshalb wird das Thema bei uns durch eine Online-Schulung nähergebracht und in monatlichen KI-Workshops intensiviert.
In Workshops mit Joshua können Fragen gestellt und konkrete Anwendungsfälle besprochen und live gezeigt werden. Ganz im Sinne unserer internen KI-Leitlinie: KI-Integration fängt beim Menschen an. Außerdem wird regelmäßig die Funktionalität unserer lokalbetriebenen KI-Plattform vorgestellt, damit Mitarbeitende KI im Arbeitsalltag sicher und sinnvoll nutzen können.

Welche Fragen kommen in den Workshops besonders häufig auf?
Unsere freiwilligen, monatlichen Workshops sind die perfekte Gelegenheit für unsere Mitarbeitende Ihre KI-Kompetenz anwendungsspezifisch weiter auszubauen. Als Konsequenz der kontinuierlichen Weiterbildung unserer Mitarbeitenden kommt es sehr selten vor das sich Fragen in unseren KI-Workshops häufig wiederholen.
Meist geht es um spezifische Anwendungsfälle der Kollegen aus Ihrem Arbeitsalltag. Zurzeit beziehen sich die meisten Fragen eher auf die erweiterte Funktionalität unserer KI-Plattform und wie diese im Arbeitsalltag besser angewendet werden können.
Warum ist es aus deiner Sicht wichtig, KI nicht nur zu nutzen, sondern auch zu verstehen?
Niemand verlangt das jeder Künstliche Intelligenz zu 100% verstehen muss, letztendlich ist es ein vielschichtiges und sehr komplexes Thema.
Trotzdem: Ein Basisverständnis was generative KI leisten kann und was nicht, ist die Grundvoraussetzung dafür KI-Systeme effektiv und sinnvoll zu nutzen.


Welche Risiken oder Fehlannahmen begegnen dir beim Thema KI am häufigsten?
Uii, da gibt’s ne sehr lange Liste…
Am häufigsten ist wohl die Fehlannahme das KI-Systeme allwissend sind. Das Plattformen nicht von Modellen unterscheiden werden. Das KI eine „neue Technologie ist“. Und die Verwunderung darüber, das ein probabilistisches System nicht immer die gleiche Antwort ausgibt.
Die Risiken, die mir am häufigsten begegnen sind die Nutzung von KI-Systemen ohne Sicherheitseinschränkungen, mit uneingeschränkten Zugriffsrechten ohne Evaluierung oder Kontrollmechanismen und die Ignoranz gegenüber Datenschutzbestimmungen. (Stichwort: Cybersecurity, Sandboxes, EDR/XDR)
Was ist das Ziel der Online-Schulung für die Erdt-Mitarbeitenden?
Die KI-Online-Schulung ist unsere jährliche Pflichtschulung, deckt die wichtigsten Themen bei der Nutzung von KI-Systemen ab und vermittelt so die im EU AI Act vorgeschriebene KI-Kompetenz. Also eher ein pflichtgetriebener Ansatz, der richtige Mehrwert für unsere Mitarbeitende entsteht in unseren KI-Workshops.

GERDT:
unsere interne KI mit Persönlichkeit
Unsere interne KI GERDT ist bewusst so gestaltet, dass sie nicht nur funktional, sondern auch nahbar wirkt. Als Erdmännchen steht sie sinnbildlich für Aufmerksamkeit, Orientierung und Teamgeist – Eigenschaften, die auch im Umgang mit KI wichtig sind. Gleichzeitig ist GERDT vielseitig einsetzbar und unterstützt je nach Bereich mit unterschiedlichen Modellen und Fähigkeiten. Für größere Aufgaben plant und erstellt GERDT eigenständige Aufgabenlisten und bearbeitet diese autonom. Wenn es komplexer wird, delegiert GERDT selbstständig an seine GERTDlinge – ein Team an Subagenten die GERDT bei seiner Arbeit unterstützen.


Warum ist es wichtig, auch Auszubildende früh an das Thema heranzuführen?
Wer früh versteht wie KI-Systeme funktionieren und wie diese anzuwenden sind, hat einen entscheidenden Vorteil in der Ausbildung und vor allem später im Berufsleben. Wir als Gesellschaft tragen Verantwortung dafür die nächste Generation bestmöglich für den Berufsalltag vorzubereiten. In drei Jahren, wenn unsere aktuell neu hinzugekommenen Azubis ausgelernt haben, wird es in den meisten Firmen kaum Systeme geben die nicht KI-gestützt arbeiten.
Wenn man sich die Rahmenlehrpläne und Schulunterlagen durchliest, stellt man schnell fest das Ausbildungsbetriebe einen erheblichen Vorsprung an Wissen, Erfahrung und Fachkompetenz mitbringen. Das müssen wir an unsere Azubis weitergeben.
Wenn ich in meiner Ausbildung die Möglichkeiten gehabt hätte die KI-Systeme heute bieten…
Welche Rolle spielt unsere eigene Plattform in diesem Zusammenhang?
Unsere interne, lokalbetriebene KI-Plattform spielt eine sehr große Rolle für die Erdt-Gruppe, denn Mitarbeitende aus allen Firmen der Erdt-Gruppe haben Zugriff auf unsere Plattform.
Abteilungsspezifische Modelle, teamspezifische Tools, Funktionen und Datenzugriffe erfordern eine granulare Rollenberechtigung und ein hohes Maß an Sicherheit.
Diese Herangehensweise bietet eine Komplexität, die sich mit den meisten am Markt verfügbaren Systemen so nicht abbilden lässt.


Warum habt ihr euch bei GERDT für ein Erdmännchen als Symbol entschieden,
und welchen Effekt hat das auf die Wahrnehmung der KI im Team?
Wir haben uns die Frage gestellt: Wie schaffen wir es, diese unheimlich komplexe Technologie nahbar und interessant zu kommunizieren? Wie schaffen wir es das Mitarbeitende fragen: „Cool, was kann das für mich tun?“ Statt: „Ohh, muss ich jetzt noch eine neue Software lernen?“
Ich muss gestehen ich habe eine Schwäche für schlechte Flachwitze und habe deshalb in einer Abstimmungsrunde mit den Geschäftsführern vorgeschlagen unsere Modelle GERDT zu nennen da wir ja die Erdt-Gruppe sind.
Falko und sein Team von Erdt-Artworks haben das dann ziemlich genial umgesetzt. Ein ERDTmännchen ist niedlich, freundlich und reduziert die Komplexität und Schwere der Technologie. GERDT ist somit auch visuell ein alltäglicher Begleiter und begegnet den Mitarbeitenden an allen Standorten z.B.: in Form von Postern und Plüschtieren.
Wie KI unsere Unternehmensgruppe beeinflusst:

Erdt Systems
Als Full-Service IT-Systemhaus verantwortet Erdt-Systems nicht nur den Betrieb der IT-Infrastruktur, sondern auch die KI-Plattform für die gesamte Erdt-Gruppe. Individuelle KI Modelle für System-Integratoren und Software-Entwickler helfen dabei zu dokumentieren, recherchieren, Informationen schneller zu verarbeiten, zu analysieren und Mitarbeitende bei Routineaufgaben zu entlasten. Speziell für Mitarbeitende von Erdt-System wurden erhöhte Cybersecuritymaßnahmen implementiert, um sicher zu stellen das deren KI-Systeme sicher betrieben werden können.
Erdt Artworks
Auch im kreativen Umfeld ist KI heute eine wertvolle Unterstützung. angefangen bei der Ideenfindung, über Textentwürfe, bis hin zur Bilderstellung und -bildbearbeitung, der Grafikerstellung oder das Erarbeiten von Designsystemen mit KI-gestützten Werkzeugen. Dadurch lassen sich Inhalte schneller entwickeln und visuell aufbereiten, während mehr Freiraum für die eigentliche kreative Arbeit und individuelle Gestaltung bleibt.
Personal Management
Sensible Informationsverarbeitung im KI-Zeitalter ist ein weiteres spannendes Thema, das besonders im Personalmanagement eine hohe Relevanz hat. Das speziell für die Personalabteilung entwickelte GERDT-Modell unterstützt Mitarbeitende dabei Informationen zu sortieren, Abläufe zu strukturieren, wiederkehrende Aufgaben zu vereinfachen. Zudem unterstützt es bei der Erstellung von Formularen, Zeugnissen und anderen standardisierten Dokumenten.
Erdt Produktservice
Der vielfältigste Einsatz von KI-Systemen ist bei Erdt-Produktservice möglich. In Produktionsorientierten Umgebungen lässt sich eine Vielzahl von unterschiedlichen KI-Systemen einsetzen. KI-gestützte Zeitserienvorhersagen, Prozessüberwachungen, Vision gestützte Qualitätskontrollen, automatische Dokumentationen, Verschleißanalysen, und Prozessoptimierungen und viele mehr. Gerade in einem Umfeld mit vielen fachlichen Anforderungen unterstützten KI-Systeme dabei, Auffälligkeiten schneller sichtbar zu machen, die Qualität zu sichern und Abläufe effizienter zu gestalten. So entsteht mehr Sicherheit im Tagesgeschäft und eine wertvolle Entlastung für die Mitarbeitenden.
Beratung ist so individuell wie die Menschen und Unternehmen dahinter.
Entdecken Sie unser Beratungsportfolio und finden Sie die Unterstützung, die zu Ihren Zielen passt.



Die Erdt Gruppe ist ein bedeutendes Unternehmen der Metropolregion Rhein-Neckar.